Bildungsförderung Oberguinea e.V.
  • Hier findet ihr immer die wichtigsten unsere Vereinstätigkeit betreffenden Ereignisse, chronologisch absteigend sortiert.

27.04.2019
Konstruktive und intensive Diskussionen haben diese Vollversammlung geprägt. Erschöpft aber gut gelaunt haben sich die Teilnehmer am Ende des Tages in der Abendsonne versammelt.
AGENDA:

13.00 14.30 Uhr BERICHTE

  • Delegation (Ester erzählt 15-20 Min)
  • Berichte:  (40 min)
    • ADEBA und das Komitee Antikorruption, 
    • Volontariat Oumar und Martha
    • Sekundarstufe in Fodecariah mit 13 Lehrer 
    • Bibliothek 
    • Informatikzimmer
    • Kantine
    • Mädchenförderung
  • Planung des Jugendhaus (15 min)
  • Planung der 2 Weiterbildungen ( 5 min)
  • Kassenbericht (5 min)
  • Entlassung des Vorstand (3 min)
14.30 15.00 Uhr PAUSE (Kaffee & Kuchen)

15 -17.00 Uhr PLANUNG

  • Bessere Möbel (Tische und Stühle) für die Realschule und Gymnasium?
  • Besuch ein Poste de Santé in der Hauptstadt Conakry (martine 5 min)
  • Auswertung des Interview mit Dr Lamah in Fodecariah  (Bettina )
  • Bettina und Hedwig bringen  die Pros und Cons für eine Poste de Santé in Fodecariah
  • Discussion
  • Entscheidung ob wir ein BMZ Antrag stellen um ein Poste de Santé  bauen und einrichten zu lassen in 2020?
  • Wieviel neue Mädchen werden in Programm aufgenommen?
17.00 - 17.30 Uhr PAUSE 

17.30 - 18-30 Uhr 

  • Neue Mitglieder
  • Neue Wahl für die nächste 3 Jahre Amtsperiode „2019-2022 (Nur für die Mitglieder)
18.30- 19.00 Uhr Gemeinsam aufräumen

19.00 UHR Gemeinsam Essen in Blankenloch

Dieses Jahr suchen wir weiter Spielzeuge zum verschenken:

  • Legos, Legos, Legos
  • Memory
  • Autos
  • Puppen & Stofftieren
  • Bobcars
  • Dreiräder
  • Rollers & Tretrollers
  • Radios
  • Junglage
Dass die Guinäer mit viel Spaß und Begeisterung über die Malinké Klan-Kultur frotzeln, weiss ich schon lang. “Keita” gilt als der “Klan der Könige”, weil Soundiata Keita im Jahr 1250 das Imperium aufbaute. Weil ich auch ein Keita bin, und dieser Klan heute arm ist, werde ich wegen berühmter Streitigkeiten meiner Vorfahren regelmäßig provoziert.

Obwohl 90% der Guinäer muslimisch sind, beobachte ich, dass die weiße und schwarze Magie der Grigris noch sehr präsent ist. Jeder lebt mit der Furcht, durch böse Verzauberung verwandelt zu werden. Es gibt sogar eine Seife, um sich davor zu schützen. Mohamed glaubt angeblich nicht daran. Aber in das unheimliche Dorf seiner Vorfahren geht er nur mit einer Zitronenscheibe als Schutz gegen das Böse, so wie Knoblauch gegen Vampire verwendet wird!

Neu war aber auch für mich, dass jedes Dorf eine eigene, geheime Bruderschaft betreibt. Novizen dürfen nur mit Zustimmung der Mutter beitreten. Diese Novizen lernen jahrelang mit der Hilfe eines Meisters oder einer Meisterin, nach den 42 Gesetzen der Maât zu leben. Im Verborgenen wird den jungen Novizen beigebracht, sich selbst und die Vorfahren aus der unsichtbaren Welt zu erkennen. Auch lernen sie mit der Wirkung von Pflanzen umzugehen, ihre eigenen Gaben und besonderen Kräfte zu entdecken und zu meistern.

Mehr dazu in dem Buch „Les Chemins de la Maât“ von Doumbi Facoly

Sonst lohnt es sich ebenfalls die Kröten am Mont Nimba anzuschauen. Das besondere an diesen winzigen Kröten ist, dass sie keine Eier legen, sondern 9 Monate schwanger sind und Milch geben. Das scheint weltweit einzigartig zu sein…. aber auch da herausbekommen wenn sie sich im Winterschlaf befinden! Außerdem sollte man sich Zeit nehmen, um die 2 Städte Nzérékoré und die Palmen Produktion in Lola zu besichtigen.

Auch wir haben in Guinea einen neugierigen Schimpansen getroffen.

Martha F. ist Anfang Dezember für 3 Monate nach Fodecariah gekommen. Sie möchte ihr Wissen in den Bereichen Finanzen und Management nutzen, um mit jungen einheimischen Menschen ein Entrepreneur-Spiel durchzuführen.
Sie wird mit den jungen Leuten Geschäftsideen entwickeln, eine Marktanalyse durchführen und ein Produktkonzept erstellen. Auch die Höhe des erforderlichen Startkapitals wird ermittelt.
Danach werden Mini-Produktionen durchgeführt, um das Produkt zu testen und so zu optimieren, dass es auf lokalen Märkten zu fairen Preisen verkauft werden kann.
Zum Schluß, wird noch eine Bilanz zwischen Einnahmen und Ausgaben erstellt, und ein erster, grober Investitionsplan entwickelt.

Martha hat 6 Entrepreneur-Projekte durchgeführt. Hier könnt Ihr mehr Details dazu erfahren!

Mit dem Arzt, der Leitung unserer Realschule und des Gymnasiums und mit unserem Projektleiter, haben wir 3 Dörfer (Balandou, Kignéro und Dalaba ) aus dem Ballungszentrum Balimana besucht. Unser Ziel war die Gemeinschaft kennen zu lernen und die Leute zu sensibilisieren und zu ermutigen, ihre Kinder auf unsere Realschule und unser Gymnasium zu schicken.

Der Arzt, Herr Lamah, hat ebenfalls die Gelegenheit genutzt, um die Einwohner aufzufordern, ihre Kinder impfen zu lassen. Auch hat er öffentlich grundlegende Hygiene-Maßnahmen angesprochen, wie z.B. sich vor dem Essen die Hände zu waschen. Mehr zu unserer Rundreise (PDF). Hier noch ein Video-Eindruck unseres Ausflugs.

Ich weiß, dass Guinea ein reiches Land ist: es ist der größte Exporteur von Bauxite (notwendig für die Herstellung von Aluminum), besitzt die größte Eisenmine der Welt (Mont Nimba) und hat viele Gold- und Diamantenen Minen. Ich höre seit Beginn unseres Schulprojekts, dass die jungen Leute aus der Umgebung lieber Gold suchen, als zur Schule zu gehen. Wir alle wollte endlich eine Goldmine besichtigen… Mehr zu unserem Goldminen-Besuch (PDF). Hier noch ein Video-Eindruck von der Goldmine.
Nele H., die Tochter einer SAP Kollegin, die uns regelmäßig unterstützt, hat ihren Abiturjahrgang 2018 überzeugt, die angefallene Spende des Abschlussballs an unseren Verein zu übergeben, damit die Kinder und Jungendlichen aus Fodecariah Balimama bessere Lernbedingungen erhalten.

Im Namen aller Mitglieder unseres Vereins und aller 18.000 Einwohner Fodecariahs & Balimamas bedanken wir uns ganz herzlich dafür. Somit werden wir es als Lohn eines Lehrers (200 EUR monatlich) an Oumar Keita übergeben, der dort als Volontär das Informatikzimmer (das Herzstück der Realschule und Gymnasium) vorantreibt.
Als kleines Dankeschön" (Foto) haben wir der Klasse ein Geschenk gemacht. Wir wünschen Nele und ihrer Abitur-Klasse viel Erfolg beim Engagement für eine bessere Welt, und weiterhin viel Mut, um für eine nachhaltige und gerechtere Welt zu sorgen.

Martha, Mitte 50, möchte sich für 3 Monate für unserem Projekt in Fodecariah nützlich machen. Sie hat bisher erfolgreich in fuehrenden Positionen in Frankreich und Deutschland gearbeitet, und war privat weltweit unterwegs. Jetzt will sie „aussteigen“, um Sinnvolleres zu tun. Geld spielt für sie keine Rolle.

Sie möchte jetzt in Fodecariah junge Männer und Frauen in 3 bis 5 Gruppen ins moderne Geschäftsleben einführen. Sie werden lernen, die Möglichkeiten vor Ort zu nutzen, um beispielsweise Seifen und Kinderspielzeuge aus Holz herzustellen, Plastik zu verarbeiten, alte Reifen für den Kinderspielplatz umzufunktionieren, Stofftiere & Stoffpuppen zu nähen, sowie den Vertrieb ueber den Eigenbedarf hinaus zu organisieren. Konkret wird ein Business Plan mit Marktanalyse und Produkt Konzept erstellt, und die Höhe des erforderlichen Startkapitals ermittelt.
Unser Verein wird dabei Auftraggeber spielen und das Startkapital vorschießen. Ferner wird eine Mini-Produktion mit Qualitätssicherung durchgeführt. Der Verkauf der herstellten Produkte wird auf lokalen Märkten erfolgen. Es werden die Einnahmen und Ausgaben erfasst und eine Bilanz über den Geschäftsbetrieb der drei Monate gezogen. Somit wird gewissermaßen eine Probelauf für die geplante Berufsschule in Fodecariah durchgeführt. Wir freuen uns sehr über ihren Einsatz. Sie wird dazu die bisher erbauten Räume nutzen.

Wir sind sehr stolz darauf, dass in unserem kürzlich eröffneten Computerhaus in Fodecariah (Foto rechts) die von SAP veranstaltete "Africa Code Week" stattfand, die außerdem nur in 2 größeren Schulen in der guineischen Hauptstadt Conakri durchgeführt wurde. Das unterstreicht die landesweite Bedeutung unserer Bemühung, Informatik-Unterricht in Fodecariah anzubieten.

Ganz großer Dank geht auch dieses Jahr wieder an unsere Gießener Freunde und Mitglieder für die Organisation eines Benefiz-Konzertes zu Gunsten das Schulförderungsprojekt in Fodecariah.

Unsere Präsidentin Martine Clemot war ins SAP AppHouse in Heidelberg eingeladen, und hat unser Engagement in Fodecariah in einem Forum der Vereinten Nationen zum Thema "Sustainable Development Goals" (UN SDG) vorgestellt.

Der Beschluss ist, die Projekte Jugendzentrum und Gesundheitsstation in den kommenden 2 Jahren zu starten. Weitere Details sind im Mitgliederbereich zu finden.

Seit Ende Mai diesen Jahres ist in Guinea eine neue Regierung im Amt. Der neue Premier Minister heißt Kassory Fofana (oben rechts). Noch interessanter für uns ist der neue Bildungsminister Mory Sangaré (links). Dieser Wechsel erzeugt für uns eine gewisse Unsicherheit, weil wir die Zulassung des Gymnasiums vom Vorgänger erhalten hatten. Es ist unklar, ob unsere Zulassung unter dem neuen Bildungsminister weiterhin Gültigkeit hat.
Hier ein Bericht einer guineischen Zeitung

Im Mai diesen Jahres hatten wir einen Stand beim SAP Afrika-Event in Walldorf. Dort wurden allerlei Gegenstände, Kleidung, Musikinstrumente und Bücher aus oder über Guinea und Fodecariah dem interessierten Publikum präsentiert. Martine und Thea haben zudem auf der Bühne des Events unser Projekt in Fodecariah vorstellt. Beata und Heinz haben am Stand Fragen beantwortet und beim Auf- und Abbauen geholfen.

Am 14. April fand in diesem Jahr die Vollversammlung wieder im Vereinsheim der Pudelfreunde Stutensee statt. Neben vielen notwendingen administrativen und inhaltlichen Themen, hatten wir auch eine sehr hilfreiche, von Martina Thum moderierte Diskussion über alle Teilprojekte unseres Vereins (Bild links).
Wie im Bild rechts zusehen ist, gab es auch etwas zu feiern: z.B. den kürzlich begangenen Geburtstag unserer Präsidentin Martine Clémot.

Nach Äthiopien, Südafrika und Marokko war das meine vierte Reise nach Afrika. Ich war gespannt zu erfahren auf welche Weise sich Guinea von diesen Ländern, aber auch all den Ländern, die ich in Mittel- und Südamerika und Asien kenne, unterscheidet. Hier der vollständige Bericht"

Nachdem wir während der letzten 10 Jahre den Verfall des Sanitätshauses mit ansehen mussten, freuen wir sehr, dass seit 6 Monaten ein erfahrener Arzt die Leitung übernommen hat. Powerpoint Bericht in Französisch

Aufgrund tradierter Familienstrukturen und Armut sind die Kinder meist ohne Spielzeug sich selbst überlassen. Es ist eine neue Erfahrung für sie, mit anderen Kindern und Erwachsenen Spielen als Selbstzweck und Lebensfreude kennenzulernen.

Das langfristige Ziel unseres Vereins war es immer, den Kindern eine Berufsausbildung zu ermöglichen, damit sie ihre Familien ernähren können. Nach dem Workshop von 2017 war es der Wunsch der Bevölkerung eine Berufschule für Gesundheit zu bekommen. Aus diesem Grund haben wir die Berufsschule für Gesundheit in Kankan besucht. Die gute Nachricht ist, dass diese beiden Einrichtungen nicht in Konkurrenz zueinander stehen würden. Mehr dazu hier: Powerpoint Bericht in Französisch

Ebenfalls in dem Workshop von 2017 wurde der Wunsch geäußert, auch eine Berufsschule für moderne Landwirtschaft zu erhalten. Aus diesem Grund haben wir auch die Berufsschule für Landwirtschaft in Kankan besucht. Positiv überrascht waren wir von der Bereitschaft, uns in diesem Projekt bei administrativen Vorgehensweisen zu unterstützen.Mehr Details sind diesem PDF

Wir freuen uns sehr, dass wir es ermöglichen können, ab Oktober 2017 weitere 14 Mädchen für 10 Jahre eine schulische Ausbildung zu finanzieren.  Hier alles zur Mädchenförderung...

Vom nationalen Schulministerium von Guinea haben wir die offizielle Genehmigung für die Eröffnung unseres Gymnasiums erhalten.

Die ARE (Association Réussir Ensemble) ist ein Guineischer Partner der französischen Freinet Schulen. Sie haben die pädagogischen Prinzipien der Freinet, Montessori und Decroly Schulen auf schwarz-afrikanische Verhältnisse angepasst.

Wir freuen uns sehr, dass unser Mitglied Daniel Preissler ein Jahr an unserer Schule in Fodecariah unterrichten wird. Daniel ist Lehrer für Französisch und Geschichte, und hat eine Zulassung als Lehrer sowohl für Deutschland als auch für Frankreich. Lest auch ein Portrait über Daniel und seine Arbeit vor Ort.

Wie jedes Jahr trafen sich die Mitglieder aus Deutschland, der Schweiz und dem Elsass, um die aktuellen Themen zu diskutieren. Dieses Jahr war die Agenda sehr voll, und wir hatten eine Marathonsitzung. Es gab viel Neues von der Delegation nach Fodécariah, die Vorstellung des neuen Internetauftritts, die Kalender-Aktion, die Mädchenförderung etc.

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© Bildungsförderung Oberguinea e.V. 2017