Bildungsförderung Oberguinea e.V.
  • Kankan / Oberguinea


Samstag-Markt in Kankan.

Brücke Kankan

Die Hauptstadt Oberguineas ist Kankan (100000 Einwohner). Kankan ist ca. 700km von der Hauptstadt Conakry entfernt.
Oberguinea hat eine Fläche von 103 000 km2. Pro Quadratkilometer leben im Durchschnitt neun Einwohner.
Oberguinea liegt zwischen 200 und 400 Meter hoch und hat zwei Haupt-Jahreszeiten:

  • Wintersaison: von November bis Mai, sehr trocken. Während die Temperaturen im Dezember nachts bei 12 Grad C° und tagsüber bei 28 Grad C° liegen, klettern aber die Temperaturen zwischen März und April bereits auf 40 bis 45 Grad C°.
  • Sommersaison: Es ist sehr regnerisch von Juni bis Oktober. Es ist die Zeit der Feldbestellung.
Dieses Savannengebiet ist sehr fruchtbar, weil es von vielen großen Flüssen durchzogen wird – etwa vom Niger und den Nebenflüssen Milo, Niandan, Mafou, Sankaranbi, Fie, Dion und Tinkisso.
Die Bewohner Oberguinea leben hauptsächlich vom Anbau von Baumwolle, Mangofrüchten, Erdnüssen und der Karite-Nuss.
Oberguinea ist aber vor allem das Zentrum der Kultur der Mandinge – einem alten traditionellen westafrikanischen Handelsvolk.

  • Das Dorf Fodécariah


Samstag-Markt in Fodécariah.

Maske Condé

Das Dorf Fodécariah, in dem unsere zahlreichen Projekte verwirklicht wurden, ist 60 km von Kankan entfernt. Bisher gehört es zur Präfektur Nafadji, einer Unter-Präfektur von Kankan. Fodécariah ist damit das größte Dorf des Ballungsgebiets Balimama (50.000 Einwohner).

Fodecariah ist ein typisches, großes oberguineisches Dorf aus Lehmhütten. Es hat etwa 16.500 Einwohner, mit 830 Grundschulkindern und 380 Realschülern, von insgesamt ca. 4000 Kindern. Es existiert noch keine öffentliche Stromversorgung und es gibt noch zu wenig Trinkwasserbrunnen. Trotz dieser schicksalhaft ertragenen Rückständigkeit kämpfen die Einwohner Fodécariahs für eine bessere Ausbildung ihrer Kinder. Die Grundschule von Fodecariah wurde 2014 renoviert und auf 12 Schulklassen erweitert. Von den 830 Schülern erhalten 413 Schüler eine klassische französische Ausbildung, die anderen erhalten eine franco-arabische Ausbildung. Sie beschäftigt zurzeit 7 Grundschullehrer mit einem Monatslohn von 50 EUR. In der von uns gebauten Realschule sind jetzt 9 Realschul- und Gymnasial-Lehrer mit einem Monatslohn von 105 EUR.

Trotz demokratischer Wahlen und Verbesserungen im Bildungssystem, gibt es viel zu wenig Lehrer und große Mängel in der Lehrerausbildung. Deshalb sind heute in ganz Guinea die Grundschulklassen meistens mit 70 -90 Kindern belegt.
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